Artensterben:

Schon im Januar 2004 schlug der WWF (World Wide Fund For Nature) Alarm, daß 12.250 Tierarten akut vom Aussterben bedroht sind. Verantwortlich dafür, dass die Artenvielfalt schneller schrumpft denn je, sind unter anderem Wilderei, die Zerstörung des natürlichen Lebensraumes (Hauptverursacher ist die Landwirtschaft, gefolgt vom Tourismus), der Handel mit Tieren oder Teilen von ihnen und nicht zuletzt auch die Übernutzung vieler Arten. Auch die Temperaturveränderungen sowie der prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels gehen so schnell vonstatten, daß viele Arten sich weder anpassen noch umsiedeln können.
Die Natur hat immer Tierarten aussterben lassen und neue Gattungen geschaffen. Perfekt aufeinander abgestimmt funktioniert der ökologische Kreislauf: Fressen und gefressen werden. Allerdings ist dieses Gleichgewicht schon lange ins Wanken geraten!
Man schätzt, daß in vorgeschichtlicher Zeit alle paar tausend Jahre eine Art verschwand. In den letzten 300 Jahren verschwand alle 10 Jahre eine Art, gegenwärtig geht in Deutschland durchschnittlich jedes Jahr eine Pflanzen- und Tierart verloren. Weit mehr Arten werden in der Roten Liste als gefährdet eingestuft. Wenn die Entwicklung des Artenschwundes anhält, ist zu befürchten, daß binnen kurzer Zeit Flora und Fauna um 60% bis 90% zurückschrumpfen.
Das Aussterben einer Art ist ein nicht umkehrbarer Vorgang. Das genetische Potential der ausgestorbenen Arten, die einmal wertvoll für die Gewinnung neuer oder veränderter Nutzpflanzen und -tiere (Auffrischen des Erbgutes, Resistenzen) aber auch für die Herstellung von Medikamenten sein könnten, ist für immer verloren.

Eine große Sammlung zu Artikeln dieser Thematik finden Sie unter: Agenda 21 oder auch auf den Seiten von www.sonnenseite.oekoserve.net unter der Rubrik Natur- & Artenschutz.