Hundeverordnung:

Für ALLE Hunde gelten landesweit folgende Bestimmungen:

  • Hunde dürfen nicht unangeleint zu Versammlungen, Volksfesten oder sonstigen Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen sowie in öffentliche Verkehrs-mittel, Verkaufsstätten und Tiergärten mitgenommen werden.
  • Hunde sind so zu halten, dass sie nicht gegen den Willen des Halters das befriedete Besitztum verlassen können.
  • Hunde dürfen nicht ohne Aufsicht frei laufen gelassen werden.
  • Als gefährlich im Sinne dieser Verordnung gelten Hunde der Rassen und Gruppen:

    1. American Pitbull Terrier
    2. American Staffordshire Terrier
    3. Staffordshire Bull Terrier
    4. Bull Terrier

  • Gefährliche Hunde dürfen außerhalb des eigenen befriedeten Besitztums nur angeleint und mit beißsicherem Maulkorb geführt werden.
  • Gefährliche Hunde und alle Hunde der aufgeführten Rassen dürfen nicht auf Kinderspielplätze, an Badestellen und auf Liegewiesen für Menschen mitgenommen werden.
  • Gefährliche Hunde dürfen außerhalb des befriedeten Besitztums nicht an Jugendliche unter 18 Jahren überlassen werden (z.B. zum Zwecke des Ausführens).
  • Die Halter gefährlicher Hunde und die Halter von Hunden der aufgeführten Rassen müssen jedes dauerhafte Entweichen eines Hundes und jedes nicht nur vorübergehende Überlassen eines Hundes an Dritte unverzüglich der örtlichen Ordnungsbehörde mitteilen.
  • Personen mit vorwiegendem Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern bedürfen zum Führen, Halten und Züchten von gefährlichen Hunden einer Erlaubnis der örtlichen Ordnungsbehörde. Voraussetzung für die Erteilung der Erlaubnis sind insbesondere Sachkunde, körperliche Eignung, Volljährigkeit und Zuverlässigkeit.


  • Wer sich nur vorübergehend mit einem gefährlichen Hund in Mecklenburg-Vorpommern aufhält, ist von der Erlaubnis-pflicht befreit. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Tagen muss bei der für den Aufenthaltsort zuständigen Ordnungsbehörde das Mitführen des gefährlichen Hundes angezeigt werden. Obwohl in diesen Fällen keine Erlaubnis beantragt werden muss, bedeutet das nicht, das die entsprechenden Hunde vom generellen Leinen- und Maulkorbzwang befreit sind. Eine solche Befreiung kann nur dann erteilt werden, wenn der Hund eine Wesensprüfung (auch in anderen Bundesländern) erfolgreich bestanden hat.

    Bitte beachten Sie, dass die Gemeinden und Ämter in Mecklenburg-Vorpommern teilweise weitergehende Be-schränkungen für den Umgang mit Hunden erlassen haben. So besteht z.B. im Gebiet einzelner Gemeinden genereller Leinenzwang für alle Hunde. Es empfiehlt sich daher, vor dem Urlaub die näheren Einzelheiten bei der für diesen Ort zuständigen Ordnungsbehörde zu erfragen.

    Zuwiderhandlungen gegen die vorstehend aufgeführten Bestimmungen können als Ordnungswidrigkeit verfolgt und mit einem Bußgeld geahndet werden. Die Einziehung ge-fährlicher Hunde ist möglich.

    Hier die vollständige Verordnung über das Führen und Halten von Hunden vom 4. Juli 2000:
    Hundehalterverordnung - Meckl.Vorpomm.